Aber ich will das so!

Es ist faszinierend, eigentlich sollte alles super sein und ich sollte mir zu nichts Gedanken machen müssen. Aber, seit kurz vor Weihnachten mache ich mir andauernd Gedanken wegen meinen Eltern.

Was ist passiert?

Was ist passiert? Die werdenden Großeltern meinten, ich solle doch anrufen wenn es los geht. Damit entweder nur meine Mutter oder beide irgendwo im Krankenhaus, außerhalb des Kreißsaals auf die Nachricht warten können das die kleine da ist. Meine Mutter will es so. Ich habe mir das durch den Kopf gehen lassen, und bin zu dem Entschluss gekommen das mich das wahrscheinlich stressen würde, wenn ich wüsste das da jemand drauf wartet reingestürmt zu kommen.

Und nun?

Gestern also, telefoniere ich mit meiner Mutter. Ich erkläre ihr vorsichtig das ich nicht weiß wann ich Anrufe wenn ich auf dem weg in den Kreißsaal bin. Das ich nicht weiß wann ich will das uns jemand besucht. Ob nun 2 Stunden nach der Geburt oder später, ich sage ihr das es nichts mit ihr zu tun hat sondern wir einfach nichts versprechen wollen. Sie meint ja, aber das sei ja ihr Problem. Und sie möchte das Kind ja nur ein paar Minuten sehen. Und sie möchte in meiner Nähe sein. Sie kann nicht verstehen, wieso ich das nicht möchte. Als ich meinte, ich würde mir dann zu viele Gedanken machen ob sie denn nun gut angekommen sei, wo sie wartet wo sie danach schläft oder auch nicht, meinte sie das sei nicht mein Problem. Klar ist das nicht mein Problem, aber so wie ich immer zu viel nachdenke, würde ich mir diese Fragen trotzdem stellen. Nun ja, sie hat weinend aufgelegt.

Es geht noch weiter…

Heute morgen, bekomme ich eine WhatsApp. Von meinen Eltern. Ich sei nicht mehr die Tochter die sie kennen, sie fühlen sich unerwünscht und als hätten sie kein Platz mehr in meinen Leben. Sie verstehen nicht wieso das so ist, oder warum ich so ein Theater mache wegen dem warten im Krankenhaus bzw. wann sie die kleine sehen dürfen. Weiter, fühlen sie sich nicht von meinen Partner akzeptiert und fragen ob er jetzt meine Familie ist und ob er sein Ziel erreicht hat. Weihnachten hätte ich sie ausgeladen……puuuhh.

Darauf brauchte ich erstmal einen Kaffee. Likör 43 fällt ja noch einige Zeit weg, sonst wäre das auch gut gewesen. Weihnachten, waren die eingeladen. Dann wussten die nicht wie mein Vater arbeiten muss und wir hatten gesagt das sie gerne vorbei kommen können, aber bitte in einer Pension schlafen sollen, da es das letzte Weihnachten ist was wir zu zweit haben. Wir meinten also nur, das die Nächte wo anders zu verbringen sind. Achso, das wurde mir auch vorgeworfen. Das wir ja nicht mehr wollen das sie in unserer 2raumwohnung übernachten wenn ich hochschwanger bin und wenn hier später ein Kind ist.

Ich habe auf die WhatsApp geantwortet das ich jetzt erwachsen bin und selber meine Entscheidungen treffen möchte. Das sie gerne die ersten sein dürfen die uns besuchen im Krankenhaus, aber das ich nicht weiß wann das sein wird. Weiter meinte ich auch das ich alles in meinen Tempo machen möchte, was nicht heißt das sie nicht erwünscht sind.

Seufz

Ich bin mit all dem etwas überfordert. Ich möchte Freiraum, ich möchte das auf mich eingegangen wird. Ich möchte aber auch, daß meine Entscheidungen nicht in Frage gestellt wird, dazu gehört auch meine Partnerwahl. Um ehrlich zu sein, kann ich nicht verstehen was daran falsch ist das ich so denke. Oder warum nicht akzeptiert wird das es mich j ruhig macht wenn jemand stundenlang drauf wartet die kleine sehen zu dürfen. Reicht es nicht wenn ich sage die kleine ist da, macht euch auf den Weg? Warum müssen die mich mit den ganzen Kram jetzt belasten, obwohl ich schon vor der schwangerschaft sensibel war? Warum wird dann gesagt das sie sich jetzt zurück ziehen? Das wollte ich nicht, ich wollte nur das auf mich eingegangen wird. Und das ich jetzt über Dinge anders denke als noch vor 8 Wochen oder vor der schwangerschaft, kann auch nicht verwerflich sein…

Auf den ganzen Kram und diese Diskussion brauche ich erstmal einen Schoko-Cappuccino. Oder Kakao. Oder Cola. Am besten alles, aber nicht gleichzeitig.